“Malta ist klein, aber langsam. Busse verspäten sich, Staus gibt es überall und Uber existiert nicht. Hier ist ein praktischer Leitfaden.”

Malta ist klein — gerade einmal 27 km lang. Es scheint, als läge alles ganz nah beieinander. Das ist eine Illusion. Wegen Staus und enger Straßen kann eine Strecke von 10 km eine Stunde dauern. Hier erfährst du, wie du ohne Auto zurechtkommst — und wann sich ein Auto wirklich lohnt.
Günstig (2 EUR pro Fahrt, Wochenkarte 21 EUR) und klimatisiert. Das Netz ist dicht — die Busse fahren fast überall hin. Aber: Sie verspäten sich regelmäßig. Und wenn der Bus voll ist, fährt der Fahrer einfach an der Haltestelle vorbei, ohne anzuhalten. Verlass dich nicht minutengenau auf den Fahrplan.
Lade die App Tallinja herunter — sie zeigt die Zeit bis zur nächsten Fahrt (fast) in Echtzeit an. Auf der offiziellen Website kannst du eine Mehrfahrtenkarte kaufen — sie lohnt sich ab dem zweiten Tag.
Uber funktioniert auf Malta nicht. Bolt und eCabs (ein lokales Unternehmen — zuverlässig und oft schneller) sind verfügbar. Beide eignen sich hervorragend für Gruppen von 2–3 Personen: Die Kosten sind mit dem Bus vergleichbar, die Fahrt ist jedoch oft 3× schneller.
Ein echter Geheimtipp. Statt im Bus um die Bucht herum im Stau zu stehen — nimm die Fähre:
| Route | Dauer | Preis |
|---|---|---|
| Sliema → Valletta | 5 Min. | 1,50 EUR |
| Valletta → Three Cities (Birgu) | 5 Min. | 1,50 EUR |
Das Ticket ist in der Wochenkarte für Busse enthalten. Schöne Aussichten, Wind, null Stress. In der Saison fahren sie alle paar Minuten.
Mit dem Bus oder Auto nach Ċirkewwa (im Nordwesten Maltas), von dort mit der Fähre zum Hafen Mġarr auf Gozo. Die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten.
| Information | Details |
|---|---|
| Preis (zu Fuß) | 4,65 EUR hin und zurück (Bezahlung nur bei der Rückfahrt) |
| Häufigkeit | Nachts alle 45 Min., tagsüber häufiger |
| Betrieb | Rund um die Uhr |
| Warteschlange für Autos im Sommer | 1–2 Stunden (zu Fuß kommst du ohne Wartezeit an Bord) |
Nur etwas für Mutige und Geduldige. Linksverkehr, enge Gassen, aggressive einheimische Fahrer — es ist machbar. Das Problem ist das Parken. In Sliema und Valletta einen Parkplatz zu finden, ist eine unmögliche Mission.
Wann sich ein Auto lohnt: bei der Erkundung des Südens von Malta (Marsaxlokk, Dingli-Klippen, Blue Grotto), für Gozo ohne Eile oder wenn du außerhalb der wichtigsten Städte übernachtest.
| Transportmittel | Kosten | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Bus | 2 EUR / 21 EUR pro Woche | Günstig, fährt überall hin | Verspätungen, im Sommer überfüllt |
| Bolt/eCabs | 5–15 EUR/Fahrt | Schnell, von Tür zu Tür | Staus zu Stoßzeiten |
| Fähre | 1,50 EUR | Schnell, Aussicht, kein Stau | Nur einige Routen |
| Autovermietung | ab 20 EUR/Tag | Freiheit, abgelegene Orte | Linksverkehr, Parken |
Du wohnst in Sliema oder Valletta? Nutze Fähren und deine Füße — das ist das beste Verkehrsmittel im Zentrum. Du fährst zum Strand oder zu den Klippen? Nimm Bolt. Du planst, den Süden der Insel oder Gozo an einem Tag zu erkunden? Erst dann solltest du eine Autovermietung in Betracht ziehen. Und reserviere Bolt immer im Voraus — Taxis, die man auf Malta „auf der Straße“ anhält, sind selten.
Nach drei Jahren auf Malta habe ich kein Auto. Die Fähre von Sliema nach Valletta braucht 5 Minuten und kostet 1,50 EUR — schneller als jeder Bus. Auf Gozo miete ich für einen Tag ein Auto. Für alles andere: Bolt und meine eigenen Füße.