“60 n. Chr., ein Sturm, 276 Menschen an Bord und eine Schlange, die nicht tötete. Wie der Apostel nach Malta kam – und was das bis heute bedeutet.”

Stell dir vor: das Jahr 60 n. Chr. Ein Sturm auf dem Mittelmeer. Ein Schiff mit 276 Menschen an Bord zerschellt an den Felsen. Alle überleben. Ein Mann geht an Land, wird von einer Viper gebissen – schüttelt einfach seine Hand aus und geht weiter. So soll der heilige Paulus der Überlieferung nach nach Malta gekommen sein.
Heute ist St. Paul's Bay ein touristisches Gebiet Maltas (Buġibba, Qawra, St. Paul's Bay), doch die Geschichte ist hier greifbar.
In der Mitte der Bucht, von allen Seiten sichtbar, liegt eine kleine Insel mit einer riesigen weißen Apostelstatue. Der Überlieferung nach erlitt er dort Schiffbruch. Von Buġibbas Hafen kann man mit dem Boot hinüberfahren – wegen der Aussicht und der historischen Atmosphäre lohnt es sich.
| Gebiet | Charakter | Für wen |
|---|---|---|
| Buġibba | Zentrum des Nachtlebens und der Bars. Laut, günstig, voll | Junge Menschen, Partygänger |
| Qawra | Aquarium, Promenade, ruhiger | Familien |
| Altstadt von St. Paul's Bay | Wignacourt-Turm, Fischer, weniger Touristen | Geschichtsinteressierte |
Malta ist stolz darauf, dass Paulus hierherkam. Man nimmt an, dass Malta gerade durch seinen Aufenthalt (und die Bekehrung der Insel) zu einem der katholischsten Länder der Welt wurde. 365 Kirchen auf einer Fläche, die ungefähr der von Krakau entspricht – und das ist kein Mythos.
60 n. Chr. – der Apostel Paulus erleidet an den maltesischen Felsen Schiffbruch, überlebt den Biss einer Viper und bekehrt während seines dreimonatigen Aufenthalts die gesamte Insel. 2000 Jahre später hat Malta mehr Kirchen als Tage im Jahr. Zufall?
Der Wignacourt-Turm im alten Teil von St. Paul's Bay ist einer von sechs Küstentürmen, die der Großmeister Alof de Wignacourt zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichten ließ. Klein, solide und mit Aussicht. Der Eintritt kostet eine geringe Gebühr – und es ist selten voll.