“Von außen — eine Festung. Innen — eines der schönsten barocken Interieurs der Welt. Und zwei Gemälde von Caravaggio. Du musst hinein.”
Du stehst vor der St.-Johannes-Ko-Kathedrale in Valletta und denkst: Bunker. Eine steinerne Wand, keinerlei Schmuck. Das ist Absicht — die Ritter folgten dem Grundsatz: außen Bescheidenheit, innen der ganze Reichtum.
Du gehst durch die Tür und … Gold. Überall Gold. Eine mit Reliefs vergoldete Decke, in Stein gemeißelte Wände, ein Boden mit 375 farbigen Grabplatten von Rittern (du gehst buchstäblich über die Toten). Das ist keine Kirche — das ist eine Schmuckschatulle von der Größe eines Flugzeughangars.
Weil Malta zwei Kathedralen hat — eine auf Gozo (in Victoria) und eine auf Malta (in Mdina). Die Ritterkirche in Valletta erhielt den Kathedralenstatus erst 1816. Da sie die ältere Kathedrale nicht herabsetzen wollte, tragen beide den Titel „Ko-Kathedrale“.
| Information | Details |
|---|---|
| Eintritt | 15 EUR (mit Oratorium und Audioguide) |
| Dresscode | Bedeckte Schultern und Knie — Kontrolle am Eingang |
| Beste Zeit | Nach 16:00 — fast leer |
| Tickets | Online auf der Website von Heritage Malta (du vermeidest die Warteschlange) |
375 Grabplatten von Rittern unter den Füßen, Gold über dem Kopf, Caravaggio an der Wand — alles in einem Gebäude. Keine Kirche, die ich je gesehen habe, beeindruckt so sehr wie diese.
Buche Tickets im Voraus online — die Warteschlange vor Ort kann lang sein. Nimm etwas für Schultern und Knie mit — sonst bekommst du an der Rezeption möglicherweise einen Schal, aber warum ein Risiko eingehen? Und hetze nicht — diese Kirche verdient mindestens eine Stunde für eine ruhige Besichtigung.